InterCoral baut Brücken zwischen Kulturen

 

Wir begrüßen Sie herzlich bei InterCoral Jena e. V.  Auf den folgenden Seiten finden Sie nähere Informationen zu unserem Verein. Unsere Aufgaben sehen wir in der Förderung des interkulturellen Austausches. Wir verstehen uns als Netzwerkknoten und möchten durch Begegnung und gemeinsames Musizieren zu einer Vertiefung der Beziehungen zwischen unterschiedlichen Kulturen im Geist der Versöhnung beitragen. 


Mitgliederversammlung 2020

Wir laden ein zur turnusmäßigen Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstandes am 14. Oktober 2020 in die IGS Jena, August-Bebel-Straße 1 in Jena. Nähere Informationen und die Tagesordnung finden sie hier.


9. November 2020, Villa Rosenthal, 17:45 Uhr

Klang der Stolpersteine

 Würdigung des Wirkens und des Andenkens Eduard Rosenthals

 

Nähere Informationen finden Sie hier.


St. Michael Cathedral in ruins !

 

Zum Gedenken an die Zerstörung von Coventry: Musikalische Sonntags-Vesper am Ewigkeitssonntag, 22. November, 18 Uhr, Stadtkirche St. Michael, Jena 

Nähere Informationen finden Sie hier.

 


++++Spendenaufruf+++  Vor gerademal zwei Jahren haben wir die ev.-lutherische Gemeinde in Belarus auf unserer Gastspielreise besucht. Nun erbittet die Gemeinde unsere Solidarität in dieser für sie so schwierigen Zeit. Spenden macht glücklich! Leisten wir einen tatkräftigen Beitrag, um das Gemeindeleben dort zu unterstützen.  


Gastspielreise 2021

In enger Rücksprache mit unseren französischen Freunden haben wir uns entschlossen, die für November geplante Gastspielreise zu verschieben. Wir haben uns alle sehr auf diesen Höhepunkt des Jahres gefreut und diesem schon lange entgegen gefiebert. Doch nun müssen wir in achtsamer Wahrnehmung unserer Verantwortung feststellen, dass ungeachtet der gefühlt schwindenden Bedrohung bei sinkenden Infektionszahlen Corona immer noch kursiert, das Virus bleibt hoch ansteckend und gefährlich. Die jüngsten Infektionscluster sind uns einschlägige Mahnung.

Niemand kann eine valide Prognose über die Situation im Herbst abgeben, wegweisend für unsere Entscheidung ist jedoch auch die Sondierung, dass bei unklarer Ausgangslage weder eine frohgemute Vorbereitung noch eine sorgenfreie Teilnahme möglich erscheint. Unsere gemeinsame Veranstaltung soll aber und wird daher ein Freuden- und Friedensfest sein - unsere Vox musica européen. Dann eben in 2021. Uns leitet die Zuversicht, dass wir diese Herausforderung nicht nur bestehen, sondern gestärkt zusammen mit unseren Freunden mit einem neuen Blick auf unsere gemeinsame Lebenswirklichkeit in die kommende Zeit gehen. Fühlt Euch alle umarmt.


Gelassen in die Zukunft blicken

Eigentlich hatten wir uns seitens unseres Vereins für 2020 viel vorgenommen. Jedoch verursacht die Coronakrise tiefe Einschnitte in unserem Leben. Wir glauben fest daran, dass persönliche Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen den eigenen Horizont erweitern und eine essenzielle Rolle bei der Umsetzung unseres Leitmotivs von Versöhnung und Austausch spielen. Verlässliche Prognosen zum weiteren Verlauf der Krise sind bei den aktuellen Unwägbarkeiten momentan schwer möglich. Daher bitten wir um Geduld und Verständnis, was Festlegungen zu weiteren Aktivitäten im Jahr 2020 betrifft.                                      mehr


Gedanken zum 8. Mai – vor 75 Jahren schwiegen die Waffen

Kein anderes Ereignis der deutschen Zeitgeschichte ist im Rückblick so anhaltend ambivalent betrachtet worden wie der Tag, an dem in Europa die Waffen des Zweiten Weltkriegs verstummten.  Seine Vieldeutigkeit beginnt schon mit dem Datum. So unsicher das genaue Datum und der eigentliche Umfang der vereinbarten Regelung zur Einstellung der Kampfhandlungen waren, so unsicher blieb über vier Jahrzehnte ihr Platz im deutschen Gedächtnis und der Umgang damit.                                      mehr


Verbindende Kraft des Osterfestes 

Auch ohne die gewohnten Rituale, Gottes-dienste, Ausflüge und Besuche wünschen wir eine gesegnete Passionszeit und ein frohes Osterfest. Pflegende waschen die Bedrängten derzeit mit Hingabe, nicht nur deren Füße. Auch wenn dieses Jahr alles anders ist, so hilft es uns doch, den Wert der Dinge, die oftmals in der geschäftigen Tagesroutine verborgen blieben, zu erkennen. Gerade jetzt sind wir – wie wir im christlichen Glauben verbunden sind – aufge-rufen, solidarisch zu handeln und in all unserem Tun (und Unterlassen) den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.  

So erhält das Osterfest für uns einen ganz besonderen, vielleicht neuen Sinn, es fällt weder aus, noch wird es verschoben wie die Fußballspiele. Dieses Jahr spendet es ganz neue Hoffnung: „Weil sein Grab leer ist, darum wissen wir: Es hat alles schon wirklich begonnen, gut zu werden“, so der Theologe Karl Rahner. Feiern Sie das Fest der Feste, das gerade in dieser Zeit Trost und Hoffnung spenden wird. Feiern Sie zuhause, im Wohnzimmer, wie schon seit Urzeiten Christen gefeiert haben. Und wenn Sie über diese Zeit nicht auf Musik verzichten möchten, empfehlen wir Ihnen die täglichen Orgelklänge aus Jena mit Martin Meier; spannen sie Gottes allerschönsten Regenbogen mit einer bewegenden Aufnahme der Johannespassion (BWV 245) der Niederländischen Bachgesellschaft unter Leitung von Jos van Veldhoven; und für den Ostersonntag empfehlen wir die Auferstehungskantate BWV4 in einer Aufnahme der Kantorei St. Michael auf unserer Gastspielreise durch Weißrussland.


++ +++ +++ +++ +++ Wir danken Alternative 54 e.V.  und den Stadtwerken Jena-Pößneck für großzügige Unterstützung  im Jahr 2020 + +++ +++ +++ +++ +++ +++ +  


75. Jahrestag der Befreiung

Konzentrationslager Buchenwald

Am 11. April jährt sich die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora zum 75. Mal. Den Opfern und Hinterbliebenen virtuell gedenken.

Mehr als 21 000 Häftlinge haben die Ankunft der Amerikaner am 11. April 1945 erlebt, von unvorstellbarem Grauen des erlittenen Unrechts traumatisiert. Mit dem KZ Buchenwald erreichen die alliierten Truppen erstmals ein Konzentrationslager, in welchem die Verbrechen nur zu einem geringen Teil vertuscht werden konnten. Zwei Dokumentationen zum Thema finden sie hier:    mdr     DLF

Die geplante Gedenkfeier mit 42 Überlebenden im Nationaltheater musste abgesagt werden. „Damit geht etwas verloren, was nicht nachgeholt werden kann.“, so Volkhard Knigge, Leiter der Gedenkstätte, in einem mdr-Interview. Am 11. April soll das Gedenken nun im virtuellen Raum stattfinden.

Im Internet soll eine eigene Plattform angelegt werden, die Reden, die eigentlich hier in Weimar gehalten werden sollten, wird man dort präsentieren. Außerdem Dokumente, vielleicht auch die Filme, die eigentlich öffentlich gezeigt werden sollten. Zeitzeugen wird man dort finden, aber auch Menschen von heute. Denn die Initiatoren haben gefragt: "Was bedeutet Buchenwald ihnen heute?" Und die Antworten von Menschen quer durch die Gesellschaft werden auch auf dieser Plattform präsentiert. "Wir wollen trotz aller Probleme, die wir in der Gegenwart haben, die Opfer nicht vergessen." (nach einem mdr-Bericht vom 5.4.2020).

„Menschenrechte, Demokratie und Freiheit sind trotz der Erfahrung des National-sozialismus leider keineswegs selbstverständlich. Sie müssen immer wieder neu verteidigt werden.“ Mit der 'Thüringer Erklärung' erinnern KZ-Überlebende nun an die historische Verantwortung in Deutschland. Übernehmen auch Sie einen Teil dieser Verantwortung und treten für diese Ziele ein!          Thüringer Erklärung

Robert Clary. Leisten auch Sie einen Beitrag!

Stellvertretend der vielen Opfer unterstützen wir das Gedenken an Robert Clary.

Frau Sibylle Petrak aus Weimar hat eine bemerkenswerte Aktion initiiert, um einem bemerkenswertem Menschen im hohen Alter anlässlich des Jahrestages der Befreiung eine besondere Form der Wertschätzung entgegenzubringen. Hintergründe und Mitmachmöglichkeiten finden sie hier (Informationsmaterial der Initiatorin).                                                                                                             Vielen Dank!

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Community Aktion Robert Clary.pdf
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Corona stellt uns vor ungeahnte Herausforderungen

Soziale Nähe und Teilhabe in Zeiten der Kontaktverbote

Nichts ist mehr so wie es war, sämtliche Planungen sind Makulatur und alles Handeln ist der Eindämmung eines winzigen Partikels untergeordnet. Unsere Türen haben wir geschlossen, unsere Herzen aber nicht.  

In Gedanken und im Gebet sind wir in solidarischer Verbundenheit bei unseren Freunden aus dem Elsass, die besonders schwer betroffen sind – es ist gut, dass wir sie nach Kräften unterstützen und schwerkranke Patienten übernehmen. Wir denken an unsere jungen Freunde aus der Medizinischen Fakultät Lublin, mit denen wir die Karwoche vor drei Jahren gefeiert haben. Nun bereiten sich wohl die meisten von ihnen auf das Schlimmste vor, das sie sich vorstellen können.

 

Wir unterstützen alle Verantwortlichen, in dem wir die Regeln beachten, gesund bleiben und uns neue Formate ausdenken, die die alten, nun nicht mehr tauglichen ersetzen: bisher war der persönliche Austausch, die persönliche Zusammenkunft, die unmittelbare Partizipation am Gedanken, an der Verwirklichung von Versöhnung und Austausch Leitmotiv unseres Vereins. Dies wird auf absehbare Zeit nicht mehr möglich sein. Nun liegt es an uns, diese große Lücke zu schließen. 

"Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder nach Belieben
streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere
innere Überlebensfähigkeit sichert." 

Richard von Weizsäcker, Berlin 11.9.1991

Ursprünglich aus haushaltspolitischen Erwägungen formuliert hat diese These des damaligen Reg. Bürgermeisters von Berlin nichts an Tragweite und Bedeutung, gerade jetzt verloren: lassen sie uns gemeinsam überlegen, wie wir kulturell weiterhin aktiv sein können. Hierzu ist Kreativität gefragt. In den schwerst betroffenen Regionen Italien erleben wir die verbindende Kraft der Musik, des gemeinsamen Musizierens. Von ihren Balkonen singen und spielen sie gegen ihre Sorgen und Ängste an, bewundernswert.

Als ersten Schritt haben wir im virtuellen Veranstaltungskalender das zusammengetragen, was uns aufgefallen ist und empfehlenswert erschien. Lassen sie uns diese Liste mit ihren Ergänzungen und Kommentaren erweitern, schreiben sie uns über Austausch in Zeiten von geschlossenen Türen, aber offenen Herzen. Wir bauen schon heute an der Welt nach Corona und müssen hierzu mitnichten in den überfüllten Baumarkt. Bleiben sie gesund.  


„Jetzt können und müssen wir in Karlsruhe, im Land und gegenüber unseren französischen Nachbarn zeigen, was gelebte Solidarität heißt. Wir arbeiten zusammen, wir leben zusammen, wir treffen uns zu Kultur, Sport und Freizeit, da ist es selbstverständlich, dass wir auch in dieser schwierigen Zeit zusammenhalten“,    OB  Frank Mentrup, 22.3.

Wir lassen Euch nicht alleine - jetzt ist die Stunde der Solidarität

Ins Städtische Klinikum Karlsruhe (BaWü) werden Patienten aus dem Elsass verlegt.     Badische Neueste Nachrichten, Foto jodo

Schwerkranke Patienten aus Bergamo erreichen den Flughafen Leipzig. 



Zum Gedenken an den Holocaust 

Einladung zum Gedenkgottesdienst am 26.1. in der Stadtkirche

Wie kann dem schlimmsten Verbrechen, dem größten Unrecht der Menschheitsgeschichte angemessen gedacht werden, ohne das Ansehen der Hinterbliebenen oder die Würde der Opfer zu beschämen?

Gedenken auf dem Marktplatz Jena am 9.11.2019


Am 27. Januar 2020 jährt sich zum 75. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Seit nunmehr 15 Jahren wird dieser Tag auf Beschluss der Vereinten Nationen weltweit als Holocaust-Gedenktag begangen, um den Opfern des Holocausts sowie dem Jahrestag der Befreiung zu gedenken. Aus diesem Anlass laden die Stadtkirchengemeinde, der Arbeitskreis Judentum, die Kantorei St. Michael und der Verein InterCoral Jena e.V. zu einem Gedenkgottesdienst am Vorabend, 26. Januar um 18 Uhr in die Stadtkirche ein. „In Europa, auch in Deutschland, ist die Mahnung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus gegenwärtig sehr bedeutsam“, mahnte der 86-Jährige Holocaust-Überlebende Samuel Friedländer im Deutschen Bundestag anlässlich der Gedenkstunde im vergangenen Jahr; eine Mahnung, die durch wiederholte Äußerungen von Leugnern und Geschichtsverdrehern in unseren Tagen aktueller denn je erscheint.

Meditative Chormusik von Johannes Brahms, Felix Mendelssohn und Franz Schubert ruft im Abendgottesdienst zu Stillehalten, Erinnern und zur Besinnung auf. Im Anschluss an den Gottesdienst lassen wir den bewegenden Abend mit Gesprächen bei Kerzenschein ausklingen. Es besteht auch Gelegenheit, seine persönlichen Gedanken im Gästebuch niederzuschreiben.

Abendgottesdienst Sonntag, 26.1.2020, 18 Uhr, Stadtkirche St. Michael      

Stadtkirchengemeinde, Arbeitskreis Judentum, Kantorei St. Michael, InterCoral Jena e.V.


Erklärung zum Tag der
Deutsch-Französischen Freundschaft

 

Déclaration commune à l’occasion de la Journée de l’Amitié franco-allemande


Lesen Sie hier die gemeinsame Erklärung zur deutsch-französischen Freundschaft des Chœur de St. Guillaume aus Straßburg, der Kantorei St. Michael zu Jena und unseres Vereins. Wir feiern unsere Partnerschaft!

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Erklärung_Déclaration commune Traité de
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Publikumspreis "Vereinspreis Jena"  

Wir bedanken uns bei unseren Unterstützern zur Auswahl des Gewinners des Publikumspreises „Vereinspreis Jena“ und gratulieren dem Bestplazierten un den Gewinnern der Jurypreise. Bei dem breiten Angebot und zahlreichen hoch attraktiven Mitbewerbern sind wir jeder Stimme verpflichtet, die uns ermuntert, mit noch größerem Elan und Eifer an der Verwirklichung von Versöhnung und Austausch zu arbeiten.


Interkultureller Kalender aktualisiert 

Wir haben für Sie unseren Interkulturellen Kalender für das Jahr 2020 aktualisiert, damit Sie auch kein Fest und keinen Gedenktag verpassen... Nur wer voneinander weis, was dem anderen wichtig ist, kann gemeinsam feiern. Wir freuen uns auf ihre Kommentare. 


Nominierung zum Jenaer Vereinspreis!

 

Die erste Hürde ist genommen, InterCoral Jena e.V. ist in der Auswahlrunde zum Jenaer Vereinspreis nominiert worden! Nachdem wir nun also die Jury von unserem innovativen Konzept, Versöhnung und Austausch im öffentlichen Raum und im privaten Bereich Wirklichkeit werden zu lassen, überzeugen konnten, brauchen wir nun Ihre Unterstützung beim Online-Voting: Machen Sie mit, hier geht’s zur Abstimmungsseite bei der TLZ.  

 

Klicken Sie den Button, wenn Sie sich unsere Unterlagen zur Bewerbung ansehen möchten. 

 

Vom 21. Dezember bis zum 5. Januar können Nutzer entscheiden, wer einen von insgesamt drei Vereinspreisen bekommt. „Innovationsfreude“ ist das Thema des Vereinspreises, den die Jenaer Niederlassung des Bauunternehmens Züblin und die Redaktion von OTZ und TLZ ausgelobt haben. In diesem Jahr haben sich 18 Vereine aus Jena und dem Landkreis beworben. Der Preis ist insgesamt mit 6000 Euro dotiert und soll im Januar in der Villen Rosenthal an drei Vereine verliehen werden (TLZ). 

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Konzept Jenaer Vereinspreis 2019_vf.pdf
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++ ++ ++Wir danken der Fa. Bauerfeind (Zeulenroda-Triebes) und KAHLA Porzellan für großzügige Unterstützung unserer Vereinsarbeit im Jahr 2020 ++ ++ ++ 


                        Friedensgebete verändern die Welt

DAS war das Volk. Nach Friedensgebeten und Andachten in zahlreichen Leipziger Kirchen boten 70.000 furchtlose Demonstranten dem Regime die Stirn. ‚Keine Gewalt‘ war eine ihrer Forderungen, doch niemand konnte damit rechnen. Bieten wir auch heute dem Unrecht friedlich und furchtlos die Stirn, dem Hass, dem Rassismus, dem Antisemitismus, dem in einem furchtbaren Verbrechen heute wieder unschuldige Menschen zum Opfer gefallen sind. Wir sind das Volk, wir nehmen die Verantwortung am Versöhnungstag Jom Kippur an.


Rassismus überwinden !

In der Präambel unserer Satzung sprechen wir uns dafür aus, im Bewusstsein unserer unterschiedlichen Herkunft, Weltanschauung und Lebenswirklichkeit durch Musizieren Gemeinsamkeiten zu entdecken sowie Grenzen und Vorurteile zu überwinden.

Über Kulturgrenzen und Sprachbarrieren hinweg nutzen wir gemeinsames Musizieren als universelle Kommunikationsmöglichkeit, um im Bewusstsein unserer unterschiedlichen Herkunft, Weltanschauung und Lebenswirklichkeit Gemeinsamkeiten zu entdecken sowie Grenzen und Vorurteile zu überwinden.                                                                         Präambel des Vereins InterCoral Jena e.V.

Die kürzliche Veröffentlichung der ‚Jenaer Erklärung‘ (hier im Original), welche die Realität vermeintlicher Menschenrassen auf wissenschaftlich fundierter Basis stichhaltig liquidiert, sollten wir zum Anlass nehmen, über die Zerstörungskraft des Rassismus in unserer Zeit und in unserem Lebensbereich nachzudenken.

                Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung.

Ab- und Ausgrenzung erscheinen schon immer als Identitäts-stiftende Merkmale. Doch die Verrohung des gesellschaftlichen Diskurses und die Zuspitzung der politischen Debatte in den letzten Jahren haben die Voraussetzungen geschaffen, dass systematisch die Gleichheit der Menschen in Frage gestellt oder geleugnet wird. Und sei es nur im Kontext der Forderung von besonderer Dankbarkeit oder Zurückhaltung, diese Denkmuster sind nicht weniger gefährlich als plumper Antisemitismus oder die Forderung nach ‚Homogenität des Volkskörpers‘. Rassismus bestimmt das Denken, sobald der unterschiedliche kulturelle oder geographische Hintergrund eines Mitmenschen als Teil eines Problem und nicht einer Lösung betrachtet wird. Dieses Narrativ werden wir uns niemals aufzwingen lassen, doch kann man dem mit Anstand oder Mitmenschlichkeit wirkungsvoll begegnen? Sind wir nicht auch von Rassismus irregeführt, wenn wir unsere eigene, kleine Welt vor vermeintlich destruktiven und bedrohlichen Kräften zu schützen versuchen?

Erinnern wir uns an eigene Erfahrungen der Ausgrenzung, fehlender Toleranz uns gegenüber, als wir lediglich unter Vorbehalt angenommen oder als gleichberechtigter Mitmensch akzeptiert wurden. Erinnerung an Gefühle, die nicht gut sind. Doch gerade aus eigenem Erleben und im Vertrauen darauf, dass alle Menschen gleich geschaffen, sind wir nicht hilflos oder zur Untätigkeit verdammt. Sehen wir nicht mehr unwidersprochen hin, erheben freimütig unsere Stimme, orientieren uns am Gebot der Empathie, sobald Ausgrenzung ruchbar wird, eine Diskussion in der Straßenbahn von Polarisierung, Lügen oder Verleumdung geprägt ist. Die namenlosen Opfer von Rassismus verdienen unsere uneingeschränkte Solidarität, denn Rassismus zerstört eine Gesellschaft. Gesellschaftlich engagierte Bürger, wie wir es sind, überwinden Rassismus aus innerer Überzeugung! Der Begriff der in nichts begründeten „Rasse“ ist ein verderbliches, unrühmliches und unzulässiges Konzept von Menschenfeinden. 


... zum 1. September

Der Weltfriedenstag mahnt uns in diesem Jahr in besonderem Maße, alles Erdenkliche zu unternehmen, um das Bekenntnis für Frieden, gegen Gewalt, Hass und Krieg und für Versöhnung zwischen den Völkern zu fördern. Wir wertschätzen Bemühungen um Verständigung und Befriedung, die von Menschen in den vom Deutschen Reich überfallenen und zerstörten Ländern ausgehen.

 

Ruine der St. Michael's Cathedral in Coventry (GB)        mehr


Mitgliederversammlung 2019

Sehr herzlich laden wir zur turnusgemäßen Mitgliederversammlung unseres Vereins  ein, welche wir dieses Jahr erstmalig in der IGS Grete-Unrein in der August-Bebel-Straße abhalten werden: 25. September ab 18 Uhr.                                          mehr


Preisträgerin   debütierte   am 14. August   in   der   Stadtkirche

„Wir freuen uns sehr auf Katia Iwanowa, um dem interessierten und begeisterungs-fähigen Publikum in Jena und Umgebung unsere ausgezeichnete Nachwuchs-künstlerin zu präsentieren.“ Sie habe an der staatlichen Musik-Akademie in Minsk bei Wladimir Neudach eine exzellente Ausbildung an der Orgel erhalten. "Ich bin auf die Interpretation der ausgewählten Werke sehr gespannt“, erläutert Kirchenmusikdirektor Martin Meier.                                                                              mehr


Erkenne mich, mein Hüter,

mein Hirte, nimm mich an.

Von dir, Quell aller Güter,

ist mir viel Guts getan.

 

Musik reist nicht nur Mauern zwischen Menschen ein, sondern baut auch Glaubensbrücken. Mit diesem Textausschnitt nach dem ev.  Kirchenlied-dichter Paul Gerhardt in der Übersetzung des  Hymnus Salve caput cruentatum (EKG 85) wünschen wir Ihnen eine friedvolle Heilige Woche und erinnern herzlich an die Passionsmusik am Karfreitag um 17 Uhr in der Stadtkirche St. Michael.


+++  Bestürzt und mit Entsetzen sehen wir die schrecklichen Bilder aus Paris. Mögen die heldenhaften Feuerwehrleute unverletzt bleiben. Ein Schatz und ein Erbe unserer europäischen Geschichte sind bedroht. Wir fühlen mit unseren Freunden aus Frankreich.  +++


Sprachbegleiter gesucht

Mitte August ist es schon so weit: wir begrüßen unsere Nachwuchskünstlerin Katia Iwanowa aus Minsk zum Austauschprojekt in Jena! Sie wird eine Woche unser Gast sein und in dieser Zeit möchten wir uns, unsere Stadt und unser Land natürlich von der besten Seite zeigen. Mit Dir überwinden wir eine lästige Sprachbarriere, da Du gerne mit Menschen in russischer Sprache kommuniziert oder in kleinen Gruppen kleinere Aufgaben erledigen möchtest. So besteht für Dich die Möglichkeit, sich als unvergesslicher Unterstützer einzubringen! Wir freuen uns auf Deine Kontaktaufnahme. Nähere Informationen zum Austauschprojekt finden sie hier.


Brückenbauer

Wir begrüßen drei neue Brückenbauer in unserem Verein: Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Eure Mitarbeit in unseren Projekten, auf Eure Anregungen und auf Euer Engagement. 

Eure aktive Mitarbeit ist für uns unersetzbar, wir freuen uns schon jetzt sehr darauf, Euch auf der Mitgliederversammlung in wenigen Wochen persönlich kennen lernen zu dürfen. 


Schwarz-Rot-Gold ist das Wahrzeichen von Freiheit und Demokratie. Freiheitskämpfer seit dem Hambacher Fest 1832 trugen mutig, oft unter Lebensgefahr, die deutsche Trikolore.

 

Bundespräsident F. W. Steinmeier in einem Gastbeitrag der ZEIT. 

 

Heribert Prantl schrieb: "Wären die Deutschen Franzosen, dann wäre der 18. März ein Tag für Jubel und Feuerwerk." Warum der 18. März? Weil an diesem Tag 1793 in Mainz die erste Republik in Deutschland ausgerufen wurde, 1848 in Berlin die demokratische Revolution ihren Höhepunkt erlebte und 1990 die erste freie Volkskammerwahl in der DDR stattfand. Der 18. März zeigt die demokratische Entwicklung vom Streben nach bürgerlicher Gleichheit bis hin zu freien Wahlen. In der Paulskirche tagte 1848/49 die gewählte deutsche Nationalversammlung und schuf die erste deutsche Verfassung, die unsere Verfassungsordnung bis heute stark prägt. 


„So wenig der Demokratie vor hundert Jahren ihr Scheitern vorherbestimmt war, so wenig ist heute ihr Gelingen garantiert.“…  „Eine Demokratie, auch unsere, ist angewiesen auf Loyalität und Vertrauen, vor allem auf das Engagement derer, die in ihr leben. Sie ist angewiesen auf demokratische Patrioten.“

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 6.2.2019 in Weimar anlässlich des Festakts "100 Jahre Weimarer Reichsverfassung";       Foto: Bundesreg./Steffen Kugler


"Wir alle hoffen, dass Sie die moralische Standfestigkeit besitzen, weiterhin für Toleranz und Inklusivität, Menschlich-keit und Freiheit, kurzum für die wahre Demokratie zu kämpfen".

 

 

Prof. Samuel Friedländer am 31.1.2019 in Berlin anlässlich der Gedenkstunde zur Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945;     Foto: ekm.


Da pacem, domine!

 

Unseren Freunden in Strasbourg fühlen wir uns im Gebet und in Gedanken verbunden. Wir bitten um Frieden.

 

En pensée et en prière, nous nous sentons connectés à vous.

 


Solidarität mit unseren französischen Freunden

 

In großer Solidarität, aus einem großem Kreis wie bei unserem vergangenen Friedensgebet am Ewigkeitssonntag senden Kantorei St. Michael und der Verein InterCoral Jena e.V. die herzlichsten Grüße nach Strasbourg. Aus der Ferne vermögen wir die Trauer, Verzweiflung und Verunsicherung uns kaum vorzustellen, die unsere Freunde in dieser schweren Zeit umgibt. Wir sind in Gedanken und im Gebet Euch so nah, wie es uns nur möglich ist. Vor ein paar Tagen erst haben wir um Frieden gebeten, nun erneuern wir diese Bitte und senden Euch in Eure schöne Stadt nach diesem heimtückischen Anschlag einen Friedensgruß. „Mit Worten können wir es nicht ausdrücken, dass wir vor ein paar Tagen Arvo Pärts ‚Da pacem domine‘ gesungen haben, und nun hat es so eine bedrückende Aktualität“, erklären Martin Meier und Ralf Claus.

 

Mde. Edlira Proftuli und le President du Chœur de Saint-Guillaume, Ms. Nikolas Greib, bedanken sich für die Anteilnahme und die erwiesene Freundschaft. „ Für einige von uns war es sehr knapp, wir hatten genau zu diesem Zeitpunkt und nur wenige Meter davon entfernt unsere wöchentliche Chorprobe. Wir sind sehr schockiert über die Ereignisse, aber alle wohlauf.“

 

Unsere Gedanken sind bei Euch, denn die Stadt Strasbourg versinnbildlicht die europäische Idee von Frieden und Demokratie. Der Verein InterCoral Jena e.V. vertritt die grundlegenden Werte von Solidarität, Gleichberechtigung und Toleranz. Zusammen mit der Kantorei St. Michael möchte er zu einem besseren Verständnis unterschiedlicher Kulturen sowie zum Abbau von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus beitragen.

 

Pensées de familles, parents et amis à Strasbourg

À la vie, à la paix - Tolérance pour toujours dans mon coeur.

Vive l’amitié! 


Unseren Interkulturellen Kalender haben wir aktualisiert.  


Informieren Sie sich über unsere Aktivitäten in der Konzertpause am 16. Dezember ab ca. 18:45 Uhr bei einer kleinen Erfrischung in der Stadtkirche St. Michael. Wir freuen uns, Sie persönlich kennen zu lernen.


 Deutsch-französische Partnerschaft vereint zum Friedenskonzert

 Von Feinden zu Freunden

2018 – ist ein Jahr historisch denkwürdiger Jubiläen. Dabei jähren sich vor allem Ereignisse, die mit Krieg und Elend, Leid und Verbrechen in Verbindung stehen: 

1918 – Ende des Ersten Weltkrieges

1618 – Beginn des 30-jährigen Krieges. 

 

Aus diesem Anlass richteten wir aus unserer heutigen Zeit einen Blick zurück, möchten aber auch an die Gestaltung einer friedlichen Gegenwart und Zukunft mahnen. Es war uns daher eine große Ehre, zusammen mit dem Choeur de St. Guillaume de Strasbourg und der Kantorei St. Michael ein bewegendes Gedenk- und Friedenskonzert am Ewigkeitssonntag zu gestalten.                                                                                        mehr


Austausch rund um den geographischen Mittelpunkt Europas

Die Verwirklichung von Völkerverständigung und des Gedankens der Versöhnung sind durch persönliche Begegnung und unmittelbaren zwischenmenschlichen Austausch deutlich und erlebbar zu machen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, deutsches Kulturverständnis im Ausland zu präsentieren und durch interkulturellen Austausch zu einem besseren Verständnis unterschiedlicher Kulturen sowie zum Abbau von Vorurteilen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus beizutragen. Auf Grundlage dieser Motivation realisierten wir einen Kulturaustausches mit der Republik Belarus/ Weißrussland durch Gastspiele in Minsk, Hrodna und Polozk sowie durch Förderung der Konzerttätigkeit eines ausgewählten Nachwuchstalentes durch Einladung nach Jena mit Hospitation und Konzert. Wir freuen uns auf den Besuch von Katia Iwanowa im August 2019.                                                                  mehr


Unsere Aktivitäten wurden 2018 durch Spenden der Fa. Bauerfeind, der alternative 54 e. V. und der Volksbank Gera•Jena•Rudolstadt sowie Zuwendungen von JenaKultur und der Thüringer Staatskanzlei großzügig unterstützt.