Deutsch-französische Partnerschaft vereint zum Friedenskonzert

Von Feinden zu Freunden

 

2018 – ist ein Jahr historisch denkwürdiger Jubiläen. Dabei jähren sich vor allem Ereignisse, die mit Krieg und Elend, Leid und Verbrechen in Verbindung stehen: 

 

1918 – das Ende des Ersten Weltkrieges

1618 – der Beginn des Dreißigjährigen Krieges. 

 

Aus diesem Anlass richteten wir aus unserer heutigen Zeit einen Blick zurück, möchten aber auch an die Gestaltung einer friedlichen Gegenwart und Zukunft mahnen. Es war uns daher eine große Ehre, zusammen mit dem Choeur de St. Guillaume de Strasbourg und der Kantorei St. Michael ein bewegendes Gedenk- und Friedenskonzert am Totensonntag zu gestalten.   

Vor dem Hintergrund ihrer wechselvollen Geschichte und des Ende des grand guerre wurden Ende November die erfolgreichen versöhnenden Aktivitäten zwischen Deutschland und Frankreich weiter belebt und gelebt werden.

 

Es erklangen die Motette „Verleih uns Frieden" aus der Geistlichen Chormusik von Heinrich Schütz, die an das Ende des Dreißigjährigen Krieges erinnert. Neben dem Psalm 130 „De profundis“ von Christoph Willibald Gluck und „Da pacem, Domine“ von Arvo Pärt, erklangt das „Requiem“ von Gabriel Fauré. Damit demonstrierten deutsche und französische Sängerinnen und Sänger unter der musikalischen Leitung von KMD Martin Meier und seiner französischen Kollegin Edlira Priftuli Verbundenheit und Gemeinschaft, die sich wohl kaum in einem anderen Bereich so beeindruckend widerspiegeln wie in der Musik. Finden Sie hier ein Interview mit Mde. Priftuli, M. Meier und T. Schenk, 

Einen abschließenden Höhepunkt fand die deutsch-französische Begegnung in unserer Fête de l'amitié, auf der bis zum späten Abend die neu entstandenen Freundschaften gefeiert wurden.

Der Friedensgruß 'Da Pacem, Domine' - eine a capella Komposition von Arvo Pärt im Gedenken an die Opfer des Terroranschlages von Madrid 2004 - wurde in besonderer Form, im großen Rund um das Auditorium vorgetragen. Durch den Anschlag wenige Tage später in Strasbourg  mit mehreren Toten am Probenabend unserer Freunde erlangt diese Bitte eine bedrückende Realität.